In China gehört die Akupunktur ganz selbstverständlich zu
der Behandlung von
Depressionen dazu. In chinesischen Lehrbüchern findet man hierzu
eine ganze
Reihe von Akupunktur-Punkt-Kombinationen, die nach den individuellen
Beschwerden des Patienten ausgewählt werden.
Auch im westlichen Kulturkreis wurden bereits einige Studien zum Einsatz
von
Akupunktur bei Depressionen durchgeführt und die Ergebnisse sind
überzeugend. Sie zeigen, dass Akupunktur, vor allem als Begleittherapie
zu
einer medikamentösen oder Gesprächstherapie, zu erheblichen
Verbesserungen
führen kann. Die Patienten berichten über eine aufgeklärte
Stimmungslage,
verbesserte Konzentrationsfähigkeit, sie können sich endlich
wieder
"aufrappeln" und ihre Probleme angehen.
In einer chinesischen Studie wurde übrigens kürzlich nachgewiesen,
dass
Akupunktur einen direkten Einfluss auf den Glukose-Stoffwechsel
des Gehirns
hat und somit auch auf die Funktionen des Limbischen Systems. Dieses
Gehirnareal ist entscheidend für die Steuerung emotionaler Reaktionen
verantwortlich.
