Unsere Neuigkeiten

Schützen Kaffee und Tee vor Hirntumoren?

10.12.2010
Es wurden die Daten der "European Prospective Investigation into Cancer und Nutrition cohort study" genutzt, um den Zusammenhang zwischen Kaffee- und Teekonsum und dem Risiko der Erkrankung an einem Gliom oder Meningeom zu untersuchen.

Lumbaler Bandscheibenvorfall und Benzodiazepine

02.11.2010
Rückenschmerzen mit und ohne Ausstrahlungen in die Beine sind außerordentlich häufig. In den meisten Behandlungsleitlinien werden Benzodiazepine als Muskelentspannungsmittel empfohlen. Es wurde nun geprüft, ob diese Empfehlung berechtigt ist.
Es wurden 60 Patienten untersucht bezüglich der Länge der Schmerzausstrahlung im betroffenen Bein, von denen 30 zweimal 5 mg Diazepam und 30 Placebo erhielten.
Es ergab sich eine Überlegenheit von Placebo gegenüber Diazepam, die Aufenthaltsdauer war bei den Placebo-Patienten kürzer.

Zu Hause nur noch in virtuellen Welten

14.06.2010
Jeder zehnte 15-jährige ist ein exzessiver "Gamer" und verbringt mehr als 4,5 Stunden täglich vor dem Computer. 3 Prozent sind computerspielabhängig. Betroffen sind Jugendliche aus allen sozialen Schichten.
Die Datenlage war lange Zeit rar. Von April 2007 bis Oktober 2008 wurde deutschlandweit eine Erhebung an 44.610 Schülern durchgeführt.

Chronischer Rückenschmerz: Verhaltenstherapie ist wirksam und preiswert

03.06.2010
Chronische Rückenschmerzen gehören zu den sechs häufigsten und teuersten Gesundheitsproblemen. Es besteht bisher schon Gewissheit, dass Krankengymnastik, Training der Rückenmuskulatur und nicht steroidale Antirheumatika bei der Behandlung von chronischen Rückenschmerzen wirksam sind.
Insgesamt nahmen 701 Patienten an der Untersuchung teil. Es zeigte sich, dass eine Kombinationsbehandlung unter Einschluss der Verhaltenstherapie die besten Ergebnisse erbringt. Leider besteht ein erheblicher Mangel an Verhaltenstherapeuten in der Schmerztherapie.

Depression ist ein Risikofaktor für verminderte Knochendichte

21.04.2010
Eine Verminderung der Knochendichte ist die häufigste degenerative Veränderung in den industrialisierten Ländern. Eine Literatursuche ermöglichte einen Vergleich von 2.327 Patienten mit schwerer depressiver Episode und 21.141 Patienten als nicht depressive Kontrollen. Es solltte die Frage geklärt werden, ob schwere depressive Episoden neben bekannten Risikofaktoren wie Alter, weibliches Geschlecht, Kalziummangel oder geringe körperliche Aktivität einen unabhängigen Risikofaktor für eine verminderte Knochendichte darstellen.

Freier Fall um Mitternacht

03.02.2010
Nahezu jeder zehnte Bundesbürger hat unabhängig von Alter, Bildungsstand und sozioökonomischem Status mindestens einmal im Monat einen Albtraum - Frauen signifikant häufiger als Männer. Bei der Befragung einer repräsentativen Stichprobe von 2019 Personen hat man nun etwas über die Trauminhalte erfahren wollen. Auf der "Hitliste" der mindestens mehrmals im Jahr Betroffenen ganz oben stehen Stürze aus großen Höhen (40%), Verfolgung (26%), Bewegungsunfähigkeit (25%), Zuspätkommen zu einem wichtigen Termin (24%) und Tod/Verlust von nahestehenden Personen (21%). Für 5% der Albträumer sind die Traumerlebnisse so beunruhigend, dass sie Angst vor dem Schlafengehen haben.

Zigarette ist ein schlechtes Betthupferl

17.01.2010
Raucher leiden etwa 50% häufiger als Nichtraucher unter einer gestörten Schlafqualität, wie eine Studie des Schwerpunktprogrammes Nikotin der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit über 2000 Teilnehmern ergab. Raucher schlafen kürzer, weniger effizient, brauchen länger zum Einschlafen, wachen in der Nacht öfter auf und haben eine höhere REM-Dichte (rapid eyes movements). Sie neigen stärker zu nächtlichen Atemaussetzern und Muskelverkrampfungen. Die Effekte sind direkt auf das Nikotin zurückzuführen, wie sich bei der Anwendung von Nikotinpflaster bei Nichtrauchern zeigte, die dann ähnliche Veränderungen zeigten.

Bei trinkenden Rauchern sinkt auch der Alkoholkonsum

10.01.2010
Untersucht wurde an 20 Probanden, ob die einwöchige Einnahme des Raucherentwöhnungsmittels Vareniclin das Trinkverhalten trinkender Raucher beeinflusst.
Die untersuchten Probanden waren Hochdosiskonsumenten und tranken vor Beginn der Studie im Mittel an mehr als jedem zweiten Tag der Woche ca. 90 g Alkohol (2 Liter Bier). Die Verträglichkeit von Vareniclin war gut, unerwünschte Wirkungen wurden als mild eingestuft.
Die siebentägige Vareniclinvorbehandlung reduzierte die aufgenommene Alkoholmenge um 80% und verminderte das Alkoholverlangen sowie subjektive Alkoholeffekte deutlich.