Unsere Neuigkeiten

Trigeminusneuralge bessert sich mit Migränemittel

07.12.2006
Anästhesisten aus Kitasato/Japan testeten das bei Migräne eingesetzte Sumatriptan in Injektionsform in einer Pilotstudie bei 24 Patienten mit einer bislang nicht besserbaren anfallsweisen Trigeminusneuralgie.

Akupunktur als Kassenleistung

15.11.2006
Demnächst ist Akupunktur als normale Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung abrechenbar, und zwar bei chronischen Rücken- und Knieschmerzen. Zugelassen ist nur die Körperakupunktur; Ohr- und Schädelakupunktur sind nicht abrechenbar. Die genauen Diagnoseangaben lauten: 1. chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule, die seit mindestens sechs Monaten bestehen und gegebenenfalls nicht segmental bis maximal zum Kniegelenk ausstrahlen, 2. chronische Schmerzen in mindestens einem Kniegelenk durch Gonarthrose, die seit mindestens sechs Monaten bestehen.

Neuer Therapieansatz bei generalisierter Angststörung

30.10.2006
In Europa leiden mehr als 6 Millionen Menschen an einer generalisierten Angststörung. Über 2/3 der Patienten erreichen innerhalb von fünf Jahren keine komplette Rückbildung der Beschwerden. Am häufigsten zeigen die Betroffenen einen chronischen Verlauf mit fluktuierender Symptomatik. Oft unterscheiden sich die Ängste der Patienten inhaltlich nicht von denen gesunder Menschen. Jedoch nehmen die Betroffenen ihre Sorgen als teils vollkommen unkontrollierbar wahr. Sie beschäftigen sich mit ihren Ängsten etwa drei- bis viermal so lange wie Gesunde - bis zu 60% der Tageszeit. Seit März 2006 ist das als Medikament gegen Epilepsie bekannte Pregabalin (Lyrica) für die Behandlung generalisierter Angststörungen zugelassen.

Neues Behandlungsprinzip bei der Fibromyalgie

16.10.2006
In einer ersten randomisierten, Plazebo-kontrollierten, doppelblinden Studie wurde die Wirkung des zur Narkolepsie-Behandlung zugelassenen Arzneistoffes Natriumoxybat (Xyrem) bei 195 Patienten mit Fibromyalgie untersucht. Die Patienten erhielten über 8 bis 10 Wochen entweder Natriumoxybat oder Plazebo. Die Therapie mit Natriumoxybat führte im Vergleich zu Plazebo zu einer signifikanten Verbesserung der wichtigsten Symptome Schmerz, Schmerzhaftigkeit an Schmerzdruckpunkten und Schlaf bei Patienten mit Fibromyalgie.

Diabetes mellitus durch zu wenig Schlaf?

21.09.2006
Von 1987 bis 2004 wurden an mehr als 1700 Männern Daten zur Schlafdauer und zur Entwicklung eines Diabetes mellitus erhoben. Die statistische Analyse ergab einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Schlafdauer und dem Neuauftreten von Typ-2-Diabetes mellitus über einen Zeitraum von 17 Jahren.

Vareniclin bei der Raucherentwöhnung

25.08.2006
Vareniclin ist ein neuer Wirkstoff, der gezielt zur Raucherentwöhnung eingesetzt werden kann. Er wirkt über eine Stimulierung von Acetylcholinrezeptoren. Es besteht ein zweifaches Wirkprinzip: Zum einen werden die Nikotin-Entzugssymptome verringert, zum anderen wird bei Rückfällen während der Ausstiegsphase die Nikotin verursachte Befriedigung reduziert. Die nikotinfreie Substanz ist in den USA zugelassen, die europäische Zulassung bei der europäischen Zulassungsbehörde (EMEA) beantragt.

Ultrahoch dosierte Antidepressiva-Behandlung bei Zwangsstörung

30.07.2006
Patienten mit einer Zwangsstörung wurden erst mit der Standardbehandlung mit Sertralin zwischen 50-200 mg behandelt. Patienten, deren Symptomatik sich nicht besserte, erhielten dann zwischen 250-400 mg Sertralin pro Tag. In dieser Hochdosisgruppe kam es zu einer wesentlichen Rückbildung der Zwänge.

Besserung der sozialen Phobie mit D-Cycloserin

19.07.2006
D-Cycloserin, ein partieller Agonist am NMDA-Rezeptor, das in den USA als Tuberkulosemedikament zugelassen ist, verstärkt Lernvorgänge. Es wurde bei Patienten mit sozialer Phobie neben einem kleinen verhaltenstherapeutischen Programm mit Erfolg eingesetzt.

Cannabinoidrezeptor-Blockade bei Übergewichtigen

10.07.2006
3.045 Patienten wurden über 1 Jahr mit dem Cannabinoid-1-Rezeptorblocker Rimonabant behandelt. Mit täglich 20 mg Rimonabant kam es zu einer signifikanten Verminderung des Körpergewichts um durchschnittlich 6 kg. Die Verträglichkeit war relativ gut. Das kardio-metabolische Risikoprofil verbesserte sich ebenfalls.

Natriumoxybat zur Behandlung der Narkolepsie

02.07.2006
Natriumoxybat (Xyrem) bessert die Hauptsymptome der Narkolepsie wie ausgeprägte Tagesschläfrigkeit, gestörter Nachtschlaf und Kataplexie.

Depression im Alter oft unerkannt

21.06.2006
Depression ist im Alter in der Gerontopsychiatrie die häufigste Erkrankung. Doch nur zu oft wird Antriebslosigkeit auf den Alterungsprozess geschoben und die eigentliche Erkrankung bleibt unerkannt. Zwei Problemfelder halten Ärzte davon ab, Senioren mutiger antidepressiv zu therapieren: Zum einen beklagen 69% eher körperliche Symptome, erhalten also eher eine symptomorientierte Behandlung. Zum anderen - aufgrund der Multimorbidität der Patienten - werden aus Angst vor Nebenwirkungen und Interaktionen lieber keine Antidepressiva eingesetzt.

Methocarbamol lindert schmerzhafte Muskelverspannungen

07.06.2006
Methocarbamol (Ortoton) hemmt selektiv den polysynaptischen Reflex an den Interneuronen des Rückenmarks und vermindert so die krankhaft erhöhte Dauerspannung der Skelettmuskulatur. Unbeeinflusst bleiben die natürliche Muskelspannung, die Skelettmuskelkontraktion und die Motilität der glatten Muskulatur sowie Wachheit und Leistungsvermögen.

Günstiger Einfluss von Obst und Gemüse

24.05.2006
Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und zudem der häufigste Verursacher von Behinderungen. Wissenschaftler aus Großbritannien untersuchten jetzt in einer Metaanalyse den Zusammenhang zwischen Obst- und Gemüseverzehr und dem Auftreten von Schlaganfällen.

Mythos Melatonin

10.05.2006
Eine gründliche Sichtung kontrollierter Studien belegt, dass Melatonin keine positive Wirkung auf sekundäre Schlafstörungen oder Schlafstörungen aufgrund von Schlafmangel wegen Jetlag oder Schichtarbeit hat.

Agomelatin - ein neuartiges Behandlungskonzept bei Depressionen

21.04.2006
Auf dem diesjährigen ECNP-Kongress in Amsterdam stellten internationale Experten eine gänzlich neue Strategie vor: Agomelatin, das erste melatonerge Antidepressivum. Mit Agomelatin steht erstmals ein Antidepressivum zur Verfügung, das zum einen als Agonist an den MT1- und MT2-Rezeptoren wirkt und somit zu einer Resynchronisation gestörter physiologischer Rhythmen führt. Zum anderen ist Agomelatin auch ein Antagonist an 5HT2C-Rezeptoren. Durch ihre Blockade wird die Stressresistenz verbessert. Die kombinierte Wirkung führt zu einer potenten antidepressiven Wirkung.

Teurer Schlaganfall

08.04.2006
Die lebenslangen direkten Behandlungskosten pro Schlaganfallpatient in Deutschland belaufen sich durchschnittlich auf 43.129 €. Nicht berücksichtigt sind hierbei die indirekten Kosten durch frühzeitige Erwerbsunfähigkeit oder unentgeltliche Pflege durch Angehörige. Die hohe sozioökonomische Bedeutung des Schlaganfalls ergibt sich zum einen aus seiner Häufigkeit - mehr als 150.000 Menschen erleiden jedes Jahr erstmals einen Schlaganfall -, zum anderen ist er die Hauptursache für lebenslange Behinderungen im Erwachsenenalter in Deutschland.

Parkinson-Behandlung mit Pflaster

26.03.2006
Es gibt eine neue Behandlungsmöglichkeit des Morbus Parkinson mit einem Pflaster, das täglich gewechselt wird. Das Pflaster enthält den Wirkstoff Rotigotin, Rotigotin ist ein Dopaminagonist, also ein Stoff, der die Wirkung von Dopamin, das beim Morbus Parkinson fehlt, verstärkt.

Häufige psychische Leiden der Europäer

02.03.2006
Bei einer Meta-Analyse, einer Auswertung vorhandener Studien, die 27 Studien mit mehr als 150 000 Teilnehmer berücksichtigte, zeigte sich, daß durchschnittlich jeder vierte Europäer wenigstens einmal jährlich eine Depression, eine Schizophrenie, eine bipolare Störung, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, Sozialphobie, Panikstörung, generalisierte Angst, Zwangsstörung, somatoforme Störung oder Demenz entwickelt.

Gedächtnisforschung - Lernen mit leerem Magen

21.02.2006
Voller Bauch studiert nicht gern, sagt der Volksmund. Hungern hingegen verbessert die Lernfähigkeit und das Gedächtnis, stellten jetzt Wissenschaftler der Yale University bei Tierversuchen fest.

Antiepileptikum zur Prophylaxe der Migräne zugelassen

08.02.2006
Das als Antiepileptikum schon seit längerem eingesetzte Topiramat hat sich in mehreren klinischen Studien auch in der Prophylaxe von Migräneattacken als wirksam und sicher erwiesen. Ein gutes Ansprechen wird mit täglich 50 bis 100 mg erreicht.

RLS-Patienten vor allem durch Schlafstörungen beeinträchtigt

23.01.2006
Die Symptome des Restless-Legs-Syndroms sind nachts besonders ausgeprägt. Deswegen stehen Schlafstörungen bei vielen Patienten im Vordergrund. Durch die Missempfindungen in den Beinen wird die Einschlafzeit meist deutlich verlängert. So brauchen 2/3 der Patienten länger als eine halbe, 1/3 länger als eine Stunde bis zum Einschlafen. Hinzu kommen insbesondere bei zusätzlichen periodischen Beinbewegungen häufige Aufwachperioden, über die mehr als 60% der RLS-Patienten klagen. Alle negativen Langzeitfolgen des RLS wie eingeschränkte Lebensqualität, Depressivität, Tagesmüdigkeit und kognitive Einschränkungen sind eng mit den Schlafstörungen korreliert.

Schichtarbeiter-Syndrom - mehr als nur Schlafstörungen

08.01.2006
Schichtarbeit kann neben Schlafstörungen auch Herz-Kreislauf-Probleme und gastrointestinale Erkrankungen verursachen. So zeigte sich bei Arbeitern mit einem diagnostizierten Schichtarbeiter-Syndrom im Vergleich zu gesunden Schichtarbeitern ein um mehr als das vierfache erhöhte Risiko für gastrointestinale Geschwüre. Daneben hatten diese Patienten auch häufiger Unfälle aufgrund ihrer Schlafstörungen sowie Absencen und Depressionen und waren geringer sozial und familiär aktiv.