Unsere Neuigkeiten

Weniger neue Läsionen bei MS durch Tablette

07.12.2005
Laquinimod ist ein neuer, oral verfügbarer Immunmodulator, der bereits in Tiermodellen von Autoimmunerkrankungen erfolgreich eingesetzt wurde. Nach präklinischen Sicherheits- und Verträglichkeitsstudien an gesunden Probanden und MS-Patienten erfolgte eine Phase-II-Studie zur Testung der dosisabhängigen Wirkung auf Läsionen bei schubförmiger MS.

Antikörper fangen das Nikotin, bevor die Sucht entsteht

11.11.2005
Alle bisher zur Verfügung stehenden Methoden zur Raucherentwöhnung wie Nikotinersatztherapien, Bupropion oder Verhaltenstherapie zeigen eher niedrige Abstinenzraten, die bei Kombination gesteigert werden können. Nun wurde in einer Studie eine Impfung durchgeführt, die zur Bildung von gegen Nikotin gerichteten Antikörpern führt, welche das Nikotin im Blut abfangen.

Akupunktur beeinflußt Hirnaktivität spezifisch

18.10.2005
In einer Studie wurden in China 37 gesunde Probanden mit Kernspintomographie untersucht, während sie an einem von vier Punkten akupunktiert wurden: 2 echte Akupunkturpunkte bzw. 2 falsche. Die Punkte wurden über 1 Minute stimuliert, währendessen wurden 60 Kernspin-Bilder gewonnen.

Diabetische Polyneuropathie, EU-Zulassung für Duloxetin

22.09.2005
Zur Behandlung von Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie wurde kürzlich die EU-weite Zulassung für Duloxetin, Handelsname Cymbalta, erteilt. Nach Schätzungen leiden bis zu drei Fünftel erwachsener Diabetiker an dieser Erkrankung des Nervensystems.

Zunehmender Drogenkonsum

13.09.2005
Die Zeitschrift "Sucht" veröffentlicht regelmäßig die aktuelle "Repräsentativerhebung zum Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen bei Erwachsenen in Deutschland". Sie wird regelmäßig seit 1980 erhoben. Im Bereich illegale Drogen wird der Konsum von Cannabis, Amphetaminen, Ecstasy, LSD, Opiaten, Crack und Pilzen untersucht.

Normale Lebenserwartung bei Parkinson-Erkrankung

05.09.2005
Bei einer Studie an 800 Patienten konnte gezeigt werden, daß heute Patienten mit einer Parkinson-Erkrankung eine normale Lebenserwartung haben.

Infekte erhöhen Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko

26.08.2005
In England wurden Daten von 20486 Patienten und einem ersten Myokardinfarkt und von 19063 mit einem ersten Schlaganfall untersucht. Sie wurden verglichen mit Daten von Patienten, die eine Impfung gegen Influenza, Tetanus oder Pneumokokken erhielten bzw. nicht erhielten.

Bei Depression Blutzuckerwerte im Auge behalten

11.08.2005
Dass Patienten mit Depression ein um 30% höheres Diabetesrisiko haben als die Normalbevölkerung, konnte in einer Studie mit 19.677 Kanadiern gezeigt werden. Vermutet werden verschiedene Entstehungsmechanismen: eine erhöhte Kortisol-Konzentration im Gehirn könnte über metabolische Effekte das Diabetesrisiko erhöhen, Depressive bewegen sich zuwenig und achten nicht auf eine gesunde Ernährung. Auch manche Antidepressiva begünstigen eine diabetische Stoffwechsellage. Deswegen sollte bei Depressiven mindestens einmal im Jahr der Blutzucker bestimmt werden.

Hamster als Kotherapeuten

25.07.2005
Dass ein schmusiges Haustier Kinderherzen erfreuen und zur Belebung des Alltags beitragen kann, ist unbestritten. In der Medizin sind Nagetiere allerdings bislang überwiegend in den Käfigen von Versuchsanstalten vorzufinden und haben ein ungewisses Schicksal.
So ist es doch eine für Mensch und Tier erfreuliche Nachricht wert, was der taiwanesische Psychiater Shiu-Mei Kung und sein Team über das therapeutische Potential von Hamstern herausgefunden haben:

"Gesundbrunnen" Vitamin E: HOPE zerstört alle Hoffnungen

26.06.2005
Die langfristige Nahrungsergänzung mit Vitamin E bei Patienten mit Gefäßerkrankungen und Diabetes mellitus verhindert weder Krebse noch Herz-Kreislauf-Ereignisse, sondern erhöht allenfalls das Risiko einer Herzschwäche.

Spritze gegen Alkoholabhängigkeit

19.06.2005
Ein injizierbares Depot-Präparat von Naltrexon reduziert - unabhängig von sonstigen Maßnahmen - Alkoholexzesse bei alkoholabhängigen Patienten signifikant.

Cannabis-Konsum erhöht Psychoserate bei Jugendlichen

13.06.2005
Cannabis-Konsum ist ein Risikofaktor für psychotische Symptome. Die Mechanismen sind nach wie vor in der Diskussion, wobei der Prädisposition (Veranlagung) für Psychosen eine wichtige Rolle zuzukommen scheint.

Cannabinoide bei multipler Sklerose?

08.06.2005
Cannabinoide werden von vielen Patienten mit MS als alternative Therapie von Spastik und Schmerzen angewendet. Pathophysiologische Überlegungen, experimentelle Ergebnisse, Fallberichte sowie kleine Fallserien deuten in der Tat günstige Effekte von Cannabinoiden auf diese Symptome an.

Kein Hinweis auf erhöhtes Tumorrisiko durch Handys

30.05.2005
Machen Sie nun Krebs oder nicht? Die Frage, ob Mobiltelefone das Risiko für Hirntumoren erhöhen, wird wohl noch lange auf eine definitive Antwort warten.

Hormonsubstitution nach der Menopause: Dement durch Hormone?

16.05.2005
Bis vor kurzem wurde eine Hormonsubstitution bei Frauen nach der Menopause häufig durchgeführt, um die subjektiven Beschwerden der Wechseljahre zu lindern und eine Reihe typischer Alterskrankheiten zu verhindern. Eine zeitlang wurde sogar von einem schützenden Effekt der Hormonbehandlung vor einer Demenz gesprochen.

Alkoholkonsum korreliert mit Hirnleistung im Alter

08.05.2005
Zwischen dem Alkoholkonsum im mittleren Alter und der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter besteht ein U-förmiger Zusammenhang. Die Mechanismen für die schützende Wirkung geringen Alkoholkonsums sind unklar. Das Demenzrisiko wird durch Alkoholgebrauch nur erhöht, wenn mit dem Apo-e4-Allel ein genetischer Risikofaktor hinzukommt.

Schmerzreduktion durch Cannabinoide

28.04.2005
Ungefähr ein Drittel der Patienten mit multipler Sklerose (MS) leidet unter Schmerzen durch Läsionen der schmerzverarbeitenden Bahnen. Eine neuere Studie hat gezeigt, dass Canabinoide nicht näher spezifizierte Schmerzen bei der MS lindern können.

Neues Medikament gegen multiple Sklerose als Tablette

03.04.2005
Derzeit wird das Zytostatikum Cladribin der Firma Janssen-Cilag, das sehr wirksam gegen eine besondere Form der Leukämie (Haarzell-Leukämie) eingesetzt wird, in einer internationalen Phase-III-Studie zur Behandlung der multiplen Sklerose getestet. Es soll von der Firma Serono unter dem Namen Myllnax vermarktet werden.

Erbanlagen bestimmen Wirkung von Antidepressiva

28.03.2005
Welche Wirkung ein Medikament bei einem Patienten hat, hängt entscheidend von seinen Genen ab. Wissenschaftler des Max-Planck-Institus für Psychiatrie haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass Patienten tatsächlich - je nach individueller genetischer Ausstattung - unterschiedlich auf Medikamente gegen Depressionen ansprechen.

16. Hirntumor-Informationstag am 23. April 2005 in Stuttgart

15.03.2005
Führende Mediziner und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen werden über Standards und neue Erkenntnisse der Hirntumortherapie informieren. Nach den Vorträgen stehen Ihnen die Experten für Fragen zur Verfügung. Im zweiten Teil der Veranstaltung berichten Patienten über ihr Leben mit der Diagnose.

Parkinson-Mittel als Pflaster erfolgreich

07.03.2005
Ein neu entwickeltes Pflaster mit dem Wirkstoff Rotigotin verspricht eine deutliche Verbesserung der Parkinson-Behandlung. Der gut verträgliche Dopaminagonist wird gleichmäßig aus dem Pflaster freigesetzt und führt dadurch zu einer ständigen Wirkung auf die Parkinson-Symptome ohne wesentliche Schwankungen. Dadurch wird die Beweglichkeit der Patienten verbessert, wie Prof. Wüllner von der neurologischen Universitätsklinik Bonn auf dem 4. Deutschen Parkinsonkongress in Frankfurt berichtete. Die Zulassung des Präparates sei in Europa sowie in den USA bereits beantragt.

Beim Cluster-Kopfschmerz ist Triptan-Therapie die erste Wahl

02.03.2005
Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) hat ihre Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie bei Cluster-Kopfschmerz überarbeitet. Zur Akuttherapie werden jetzt auch Triptan-Nasensprays empfohlen, wenn Patienten Angst vor Spritzen haben. Mittel der ersten Wahl ist aber Sumatriptan (Imigran) als Injektion unter die Haut. Zur Vorbeugung sind etwa Verapamil (Isoptin) oder Methysergid (Deseril)geeignet.

Neues Medikament für Zappelphilippe

25.02.2005
Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) ist kürzlich in Deutschland das Präparat Strattera mit dem Wirkstoff Atomoxetin zugelassen worden. Das Präparat wird von der amerikanischen Firma Lilly hergestellt.

Mitglied im Forschungsverbund Studienpraxen

10.02.2005
Die Praxis Dr. Rausch ist seit Mai 2004 Mitglied im Forschungsverbund Studienpraxen. Dieser Forschungsverbund ist seit Anfang Januar 2005 eine eingetragene Genossenschaft. Beteiligt sind das Koordinierungszentrum Klinische Studien am Universitätsklinikum Tübingen (KKS-UKT gGmbH), niedergelassene Ärzte aller Fachrichtungen sowie einzelne Krankenhäuser.

Neurologen und Psychiater im Netz

05.02.2005
Auf der neuen Website von BDN (Berufsverband deutscher Neurologen), BVDN (Berufsverband deutscher Nervenärzte) und BVDP (Berufsverband deutscher Psychiater) können umfangreiche Informationen zu vielen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen abgerufen werden.

4. Ulmer Alzheimertag

23.01.2005
Am 19. Februar 2005 findet von 10 bis 16 Uhr der 4. Ulmer Alzheimertag im Haus der Begegnung, Grüner Hof 7, Ulm statt.
Neben Vorträgen von 10.15-12.30 Uhr gibt es Workshops von 14.30-16.00 Uhr. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch ein Förderverein gegründet, der TrotzDem heißt.

Bislang größte klinische Studie zur Migräne-Prophylaxe

07.01.2005
Kürzlich wurde eine Studie mit mehr als 1500 Patienten zu dem neuen Medikament Topiramat (Topamax) abgeschlossen. Die Patienten litten unter 3-15 Migräne-Attacken pro Monat. Es wurden 3 Dosisgruppen untersucht, 50, 100 und 200 mg pro Tag. Schon 50 mg Topiramat zeigten eine klinische Wirkung. Insgesamt wurden in allen 3 Gruppen die Attackenhäufigkeit und die Anzahl der Migränetage pro Monat gesenkt.