Yoga der Himalaya-Tradition

Die systematische Praxis der Yoga Meditation stammt aus den alten Höhlenklöstern des Himalaya. Die ununterbrochene Folge der Lehrer ist mindestens 5.000 Jahre alt, Yogis gehen von der ewigen Natur dieser Abfolge aus. Die Linie der Lehrer schließt Swami Rama aus unserer Zeit mit ein wie seinen Lehrer Bengali Baba, der ein Schüler des als Mahavatar geltenden Babaji war.

Die Himalaya Tradition hat keinen Namen und keine Verbindung zu irgendeiner Institution oder Religion aus Indien oder einem der den Himalaya umgebenden Länder, obgleich einzelne Meditierer mit einer breiten Vielfalt von Institutionen oder Religionen verbunden sind. Wir können die Tradition als die „Tradition der Meister des Himalaya“ oder als „Himalaya Tradition“ bezeichnen, aber dies dient nur als Übereinkunft zum Verständnis und ist nicht als Stil oder Markenzeichen gemeint.

Die Himalaya Tradition umfasst alle Yogas. Die Selbstverwirklichung wird erlangt durch die Meditation über die Yoga Sutras, die kontemplative Erkenntnis der Philosophie von Advaita Vedanta und die intensive Hingabe des Samaya Sri Vidya Tantra. Wir verwenden die klassischen Formen von Raja, Jnana, Karma und Bhakti Yoga, genauso wie Hatha, Kriya, Kundalini, Laya, Mantra, Nada, Siddha und Tantra Yoga. Zusammen geleiten sie einen durch die Schichten unseres Wesens bis zur direkten Erfahrung des Zentrums des Bewusstseins. Meditation, Kontemplation, Mantra und Gebet vereinigen sich schließlich zu einer gebündelten Kraft, die zum höchsten Stadium ausgerichtet ist und zum Absoluten führt.

Obwohl die alte Tradition der Yoga Meditation viele Religionen der Menschheit beeinflusst hat, ist sie selbst keine Religion. Alle Religionen sind gekennzeichnet durch den Ausdruck der einen absoluten Realität, die viele Namen einschließlich Gott hat. Die einzelnen Praktiker der Yoga Meditation in der Himalaya Tradition haben persönliche Wurzeln in nahezu allen Religionen dieser Welt. Unsere Tradition ist weder auf Indien noch auf den Hinduismus begrenzt und hat Eingeweihte aus vielen Ländern und religiösen Zugehörigkeiten.

Alle Praktiken finden innerlich statt, es werden keine Rituale durchgeführt. Es gibt keinen Glauben an eine Bekehrung, keinen Wechsel der kulturellen Gewohnheiten anderer und keine Einführung einer bestimmten Sicht Gottes. Der Dienst an der Menschheit wird als Ausdruck der Liebe gesehen, der man im Denken, Handeln und Sprechen folgen soll.

Swami Rama (1925-1996) wurde in Nordindien geboren. Er wurde von der Kindheit an von dem Weisen Bengali Baba erzogen. Unter der Leitung seines Lehrers wanderte er im Himalaya von Kloster zu Kloster und lernte von einer Vielzahl von Heiligen und Weisen einschließlich dem Lehrer seines Lehrers, der in einer zurückgezogenen Region Tibets lebte. Zusätzlich zu dieser intensiven spirituellen Ausbildung erhielt er eine höhere Bildung in Indien und Europa. Von 1949 bis 1952 übte er das hochgeachtete Amt des Shankaracharya von Karvirpitham in Südindien aus. Danach kehrte er zu seinem Lehrer für weitere Unterweisungen in ein Höhlenkloster zurück und ging schließlich 1969 in die USA, wo er das Himalaya Institut gründete. Sein berühmtestes Buch, „Living with the Himalayan masters“, handelt von den vielen Seiten dieses einzigartigen Meisters und zeigt seine Verkörperung der lebenden Himalaya Tradition.

Einer seiner berühmtesten Schüler war Swami Veda Bharati. Er wurde 1933 in Nordindien in einer Sanskrit sprechenden Familie geboren und wuchs mit der Jahrhunderte alten Sanskrit Tradition auf. Ab dem Alter von vier Jahren unterrichtete ihn sein Vater in Sanskrit, beginnend mit der umfassenden Grammatik von Panini. Ab dem Alter von neun Jahren war er ein berühmter Kinderprediger in Nordindien und fesselte seine Zuhörerschaft mit der Tiefe seines Wissens und der intuitiven Erkenntnis der Veden und anderer Texte der hinduistischen und buddhistischen Traditionen. Obwohl er nie eine Schule besucht hatte, erhielt er während der sechziger Jahre den Grad eines Bachelors of Arts (B.A.) der Universität von London, eines Masters of Arts (M.A.) der Universität von London und eines Doktors der Literatur (D.Litt.) der Universität von Utrecht in den Niederlanden. Er gründete den Ashram Swami Rama Sadhaka Grama (SRSG) in Rishikesh, Indien, und starb 2015.

Die Himalaya Tradition wird in vielen Zentren weltweit vertreten, die wichtigsten Zentren sind in Rishikesh, Indien (SRSG, Sadhana Mandir). Es gibt auf vielen Internetseiten Informationen über die Himalaya Tradition.

In der Tradition gibt es einige besondere Ereignisse wie die weltweite Vollmondmeditation, die Festwochen zu Ehren der Lehrer der Tradition (Guru Purnima) und andere.