Antiepileptikum zur Prophylaxe der Migräne zugelassen

08.02.2006
Das als Antiepileptikum schon seit längerem eingesetzte Topiramat hat sich in mehreren klinischen Studien auch in der Prophylaxe von Migräneattacken als wirksam und sicher erwiesen. Ein gutes Ansprechen wird mit täglich 50 bis 100 mg erreicht.
Eine Prophylaxe ist bei Migränepatienten sinnvoll, die häufige oder sehr lange dauernde Migräneattacken haben. Durch die Verminderung der Anfallshäufigkeit wird die Funktionsfähigkeit im Alltag verbessert, die Lebensqualität steigt. Zudem wird auch der Gefahr vorgebeugt, durch zu häufige Einnahme von Analgetika und migränespezifischen Medikamenten einen Dauerkopfschmerz zu induzieren. Zur Vermeidung dieser Komplikationen sollten Migränepatienten höchstens an 10 Tagen pro Monat und an maximal drei Tagen hintereinander Akutmedikamente verwenden. Eine Indikation für eine medikamentöse Migräneprophylaxe besteht bei 3 und mehr Attacken pro Monat, Attacken, die regelmäßig länger als 72 Stunden anhalten und bei komplizierten Attacken mit lang anhaltenden Auren.