Gier erhöht Risikoneigung und Fehlerquote

23.10.2014
Es wurde ein Fragebogen entwickelt, der das Persönlichkeitsmerkmal Gier messen kann. "Der Test erfasst den Wunsch nach mehr, koste es was es wolle - einschließlich eines exzessiven Strebens nach materiellen Gütern".
Die Probanden mussten einen virtuellen Luftballon auf einem Bildschirm aufpumpen. Je praller er wurde, desto größer war die Chance auf den Gewinn. Platzte der Ballon, verlor der Proband alles.
Im EEG zeigte sich etwa 280 ms nach der Rückmeldung, ob der Ballon geplatzt war oder nicht, eine typische Komponente, die bei Personen mit hohen Testwerten für Gier verschwand. Dies könnte bedeuten, dass gierige Menschen Schwierigkeiten haben, aus Fehlern zu lernen und ihr Verhalten anzupassen.
Ähnliche Befunde wurden in früheren Studien bereits für Psychopathie berichtet.
P. Mussel et al., Social Neuroscience