Kein erhöhtes Krebsrisiko für Depressive

27.05.2014
14.203 Mitarbeiter verschiedener Gas- und Elektrizitätswerke Frankreichs wurden zwischen 1990 und 1993 registriert. 1993, 1996, 1999 und 2009 wurden Depressionssymptome erfragt und mit den bis dahin aufgetretenen Krebserkrankungen verglichen. Bis 2009 erkrankten 1.119 Personen an Krebs. Es konnte kein Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Depressionen nachgewiesen werden.
Dennoch verweist die Arbeitsgruppe darauf, dass Depressionen die Sterberate durch Depressionen erhöhen. Die Leugnung gesundheitlicher Probleme durch den Patienten oder die mangelnde Beachtung körperlicher Symptome durch den Arzt könnten dafür verantwortlich sein.
Depressive Patienten sind häufiger Raucher, bewegen sich oft zu wenig und ernähren sich ungünstig.
Cedric Lemogne, American Journal of Epidemiology (doi:10.1093/aje/kwt217), Epidemiology and Population Health Research Centre, Versailles Saint-Quentin